Martin Friedrich: Social Media Marketingerfolg messen und analysieren

Friedrich: Social Media MarketingerfolgDieses Buch ist Wasser auf meine Mühlen. Kommunikation ist nichts ohne die richtigen Ziele und ohne eine valide Messung der Erfolge in Bezug auf diese Ziele. „Mal eben Social Media machen, weil das für den Erfolg gut ist“ – das ist bestürzende Praxis in immer noch zu vielen Unternehmen. Selbst dort, wo ansonsten professionelle Marketer am Werk sind. Ihnen allen sei das Buch von Martin Friedrich ans Herz gelegt.

Gleich vorab: Es ist ein Leitfaden für Kommunikations-Fachleute, nicht für solche, die sich ins Marketing oder ins Social Web erst einarbeiten. Entsprechend gut wird es dort funktionieren, wo Marketing oder PR dem Führungskreis die neue Social-Media-Strategie nahebringen und das entsprechende Budget loseisen wollen. Und dort, wo Berater ihren Kunden vermitteln, dass sie nicht nur „irgendwas mit Facebook anstoßen“, sondern einen messbaren Return on Investment erzeugen wollen. Selbst wer relativ erfahren in Monitoring und Erfolgsmessung ist, findet hier eine konsequent durchgezogene Vorgehensweise, um die eigenen Methoden nochmal abzugleichen.

Klar: Die meisten Werkzeuge und Formeln sollte man als Kommunikationsprofi schon kennen. Auch wie man Ziele setzt, ist hoffentlich bekannt. Aber hier wird das Ganze spezifisch auf Social Media übertragen: In welchem Zusammenhang stehen Unternehmensziele und Ziele in Social Media? Wie funktioniert Verbreitung über Social Media überhaupt, im Großen und im Detail? Und warum ist die Anzahl der Facebook-Fans keinesfalls eine sinnvolle Messgröße oder ein KPI, sondern gehört zu den „Social-Media-Rohdaten“? Das macht es macht es klassisch ausgebildeten Marketern leichter, die neuen Mechanismen zu verstehen und hilft ihnen, das im Unternehmen oder beim Kunden zu kommunizieren.

Der Autor führt schrittweise in die Messung via „Social Media Metrics“ ein. Key Performance Indicators, Zielgrößen, Ist-Wert, Zielwert: Da ist nichts mehr schwammig, da müssen Zahlen auf den Tisch. Da gibt es Formeln, die auch qualitative Faktoren berücksichtigen. Da sind Tracking-Mechanismen am Werk, die man kennen muss.

Der Nachteil bei den vorgestellten Tools: Hier ändert sich einfach vieles viel zu schnell. Deswegen kann man meines Erachtens heute kaum ein länger ‚haltbares‘ Werk über Werkzeuge im Social Web schreiben, ohne dazu Aktualisierungen auf einer Buch-Website anzubieten. Dennoch kann der Leser anhand der in diesem Buch gezeigten Angebote auch die Transferleistung selbst erbringen, wenn sich Angebote verändern. Es enthebt ihn aber nicht der Pflicht, sich in diesem Bereich auf dem aktuellen Stand zu halten.

Fallbeispiele runden die theoretischen Ausführungen ab. Und wer einmal versucht hat, einem uneinsichtigen Firmenlenker die Erfolgsfaktoren im Social Web zu erläutern, wird dankbar sein für den Abschnitt über den Return on Investment, der sich damit befasst, wie man auch zunächst nicht monetäre Resultate mit Geld bewerten kann. Abschließend – wir sind schließlich im Marketing! – erfahren wir auch noch, wie man die ganzen, gründlich erhobenen Messungen in einen starken Erfolgsbericht verwandelt.

Ein Klasse-Buch!

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